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Korea im Cannes-Wettbewerb
Geschrieben von Sascha Klie   
Wednesday, 16 May 2012

Bei den 65. Internationalen Filmfestspielen an der französichen Cote d'azure in Cannes sind in diesem Jahr zwei koreanische Filme im Wettbewerb für die Goldene Palme eingeladen worden. Die beiden bekannten Namensvetter Im Sang-soo und Hong Sangsoo präsentieren ihre neuesten Werke. Regisseur Im bringt "The Taste of Money" (Don-ui Mat) und sein Kollege Hong "In Another Country" (Dareun Nara-esuh).

Im's Film beleuchtet eine Affäre in einem Chaebol-Betrieb und den Umgang mit ausländischen Hausangestellten, welches zur Zeit in Korea ein heißes Eisen ist.

Ein typischer Hong Sangsoo ist der andere Streifen, wo drei Frauen (u.a. Isabelle Huppert) ihre Probleme mit Männerbeziehungen haben.

Die Festspiele laufen vom 16.-27. Mai 2012.

 
"War of the Arrows" auf DVD
Geschrieben von Sascha Klie   
Tuesday, 08 May 2012

War of the Arrows

OT: ÃÖÁ¾º´±â Ȱ Choe-jong-byeong-gi Hwal

Alternativ-Titel: Arrow, the ultimative Weapon

Land: Südkorea 2011


Regie: KIM Han-min

Drehbuch: KIM Han-min

Musik: KIM Tae-sung

Darsteller: PARK Hae-il, RYU Seung-ryong, KIM Moo-yeol, MOON Chae-won, LEE Han-wi, KIM Goo-taek, PARK Ki-woong, LEE Kyeong-yeong, LEE Seung-joon, LEE Jae-goo, PARK No-shik, LEE David

Länge: 118 Min.

Ton: Dolby Digital 5.1

Sprachen: Koreanisch, Deutsch

Untertitel: Deutsch, Niederländisch

Bildformat: 16:9 anamorph (2.35 : 1)

Extras: „B-Roll" (7:33 Min.), „Making of" (3:50 Min.), „Original-Trailer" (1:13 Min.)

Synchronisation und Untertitel: Die Synchronleistung geht sehr in Ordnung, der gesprochene Text weicht z.T. allerdings von den sehr genauen Untertiteln ab. Teils werden die koreanischen Namen schlicht weggelassen. Beispiele: In der Szene, wo vor den Augen Ja-ins ihr Vormund getötet wird, ruft sie ‚abonim‘ (etwa ‚Herr Vater‘), was in den U-Titeln als „Vater“ übernommen wird, im Deutschen sagt sie aber „mein Fürst“. Aus dem korrekten „Bruder, wann sehen wir uns wieder“ wird in der Synchronisation „ihr Götter, was soll nun werden“. Statt richtig „der Pfeil hat seinen Hals durchbohrt. Er war sofort tot“, sagt der Soldat: „ich denke, das war die Miliz“. Aus ‚koreanischen Frauen‘ wurden „Chu-se-onische Weibsbilder“ (sic!). Außerdem denke ich, sollte man bei Untertiteln eines Historienfilms, der im 17. Jahrhundert spielt auf Amerikanismen wie „Wow“ oder „bist du okay?“ besser verzichten.


FSK: ab 16 Jahren

Vertrieb: splendid film in der amasia-Reihe seit 30.3.12 als DVD und Blu-Ray

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Letztes Update ( Tuesday, 08 May 2012 )
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Kinostart für "Treeless Mountain"
Geschrieben von Sascha Klie   
Wednesday, 29 February 2012

Am 1. März hat der koreanische Spielfilm "Treeless Mountain" von So-Yong Kim bundesweiten Kinostart. Der bereits 2008 inszenierte feinfühlige Spielfilm zeigt das Schicksal zweier kleiner Schwestern, die von ihrer Mutter zur Tante angeschoben werden, weil die Mutter so besser Geld verdienen will. Die Tante kümmert sich aber nicht um die heranwachsenden Mädchen, die schließlich selbstständig ihr Schicksal in die Hand nehmen. Eine sehr gut erzählte Geschichte über den Leistungsdruck alleinerziehender Mütter, die sich mangels sozialer Auffanginstitutionen in Korea in ländlicher Gegend ausdrückt. Die Kinder aus der Großstadt müssen sich umstellen, ihre Großmutter gibt ihnen schließlich Halt. Die jungen Mädchen werden hier ernst genommen und in ihrem einfachen Spiel von der unaufdringlichen Kamera unterstützt.

Ein Lob an den Verleih 'peripher', sich dieser kleinen Perle angenommen zu haben.

Seit einigen Wochen bereits läuft in einigen Kopien Kim Ki-duks letztes Werk "Arirang", in dem er als Eremit zurückgezogen in den Bergen als Alleinunterhalter eine Abrechnung mit der Filmwirtschaft inszeniert.

 
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