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Father's House (2009) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Sascha Klie   
Friday, 08 January 2010

아버지의 집

Aboji-ui jib

SBS, zwei Teile, beide am 28.12.2009 gesendet

Regie: KIM Soo-ryong

Drehbuch: LEE Sun-hee

Mit: CHOI Min-soo, MOON Jung-hee, KIM Soo-hyun, BAEK Il-seob, JEONG Hae-seon, PARK Won-seok, AHN Jeong-hoon, YOO Joo-hee, KIM Gyu-jin, JUNG Hye-sun, KANG Soo-han, KIM Sung-oh

 

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Als Kang Man-ho 1988 aus dem Gefängnis kommt erwartet ihn daheim eine Überraschung. Seine ehemalige Freundin hat einen Säugling abgegeben und ist nach Amerika gegangen. Er hatte nicht gewusst, dass sie schwanger war, er hatte ihr gesagt, er habe eine andere Frau. Er will das Kind aber nicht behalten, sondern zur Adoption frei geben. Auf dem Weg verunglückt der Bus und überschlägt sich. Wie durch ein Wunder bleibt der Knabe unverletzt. Nun will sich Man-ho um den kleinen Jae-il doch kümmern.

1998 jobbt Man-ho als Stuntman beim Film. Immer wenn es gefährlich wird muss er einspringen, wobei er sich auch oft verletzt. Sein Sohn wird in der Schule gehänselt, weil der Vater ein Gangster sei. Doch er nimmt die Klassenkameraden mit zum Film, es ihnen zu beweisen. Dabei sieht er, wie er sich verletzt und weint bitterlich. Er schenkt ihm einen Anhänger, der sein Schutzamulett sein soll. Dem Sohn hatte er gesagt, dass seine Mutter tot sei. Er fährt mit ihm auf eine Insel und zeigt ihm einen Baum unter dem er ihre Asche verstreut habe.

Wenig später kommt die wahre Mutter nach Korea zurück. Sie ist eine Musikerin und gibt Musikunterricht. Jae-il ist ganz in klassische Musik vernarrt, doch der Vater kann ihm keine Musikstunden bezahlen. Als die Mutter Man-ho trifft und erfährt, was passiert ist, will sie den Jungen mit in die Staaten nehmen, sein Talent zu fördern. Jae-il trifft auf seine leibliche Mutter und ist böse über die Lügen des Vaters. Nach erstem Weigern, stimmt der schließlich zu und lässt ihn ziehen. Kurz darauf verliert er seinen Glücksbringer und fällt von einem Gerüst, so dass er künftig ein Krüppel ist.

2009 kommt Jae-il, der ein guter Pianist und Geiger geworden ist, nach Korea. Er floh vor einer koreanischen Gang, denen er Geld schuldete. Er wollte sich frei kaufen, hat sogar seine Geige zu Geld gemacht, doch die Gangster verfolgen ihn bis nach Korea. Als er zurück zum Vater kommt, erfährt er erst, dass dieser nun von Sozialhilfe lebt. Weil die Gangster ihm auflauern und er geschlagen wird, ruft Man-ho die Mutter zu Hilfe, die aus den USA kommt.

Doch Jae-il, der immer davon geträumt hatte in dem tollen Haus, dass der Vater in seiner Phantasie bauen wollte, zu wohnen, reist alleine auf die Insel zurück. Die Eltern bekommen Streit, wer Schuld daran sei, dass der Sohn so geworden ist. Auch der Gangster Steve kommt aus den Staaten nach Korea. Man-ho will die Sache regeln, wird jedoch brutal zusammengeschlagen. Ein Schlag auf den Kopf verursacht eine inoperabele Gehirnblutung. Weil man es Jae-il verschweigt, fliegt er guten Gewissens zurück. Der Vater verbringt seine letzten Tage auf der Insel. In Gedanken baut er an seinem Haus.

 

Kommentar: Ursprünglich als Dreiteiler konzipiert, später gekürzte Fassung als Comeback von Choi Min-soo, der nach einer Prügelei einige Zeit keine Angebote mehr bekam. Hier in einer 20 Jahre überbrückenden Biographie über einen unfreiwilligen Vater, der seinen Sohn dann wieder an die Mutter verliert. Sehr gut gespieltes Familiendrama, das schauspielerisch anspruchsvoll ist und gut gemeistert wird. Choi spielt sich selbst, der als Schauspieler eher die groben Charaktere zu spielen hat, in Wahrheit aber einen weichen Kern habe. Regisseur Kim Soo-ryong gelingt es das Temperament des agilen Stars in positive Bahnen zu lenken.

Für den jungen Kim Soo-hyun ist es bereits sein vierter Drama-Einsatz, den er mit Bravour meistert. Er gehört zu einer der positiven Entdeckungen der Saison.

Drehbuchautorin Lee Sun-hee hatte zuletzt mit „Air City“ (2007) einen großen Serienerfolg erreicht.

Sehr gute Crew und Kamera geben diesem sozialkritischen Zweiteiler eine überzeugende Botschaft: Choi Min-soo ist zurück auf der Bühne!

Eine Miniserie, die mit rund 20% Marktanteil zu den Erfolgen zwischen den Jahren zu zählen ist.

Letztes Update ( Friday, 08 January 2010 )