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Pansori PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Sascha Klie   
Tuesday, 14 February 2006
Bei Pansori handelt es sich um einen Musikvortrag durch einen Sänger oder Sängerin eines episch-dramatischen Textes, lediglich von einer Trommel (puk) begleitet. Auch als “Ein-Mann-Oper“ bezeichnet wird mit wenig Gestik aber virtuoser Gesangskunst eine Fülle von Charaktere dargestellt. Hierbei steigert die Modulation der Stimme und der Rhythmuswechsel der Begleitung die beschriebene Szene.

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Onomatopoetische Wortwahl und rezitative Aufzählungen geben der Darbietung Dynamik. Das geneigte Publikum erlebt und durchlebt die Dramen stark emotionalisiert.
Die Anfänge liegen wohl bei Wandertruppen, die auf Markt- und Dorfplätzen ihr Publikum fanden. Seit dem 17. Jh. lassen sich bestimmt Themen und Geschichten zurückverfolgen. Ein festes Repertoir wird erkennbar, das vermutlich frühere Improvisationstexte verdrängt. Themen sind zumeist Stoffe aus dem Mythos oder populäre Volkserzählungen.
Durch die Förderung durch den Adel wird es auch bei Hofe beliebt.

Die wenigen Pansori-Sänger gelten heute in Korea als lebende Kulturgutträger und werden staatlich unterstützt.


Für Interessierte empfehle ich folgende Filme:

 

Yangsan do (1955) 

Seopyeonje (1993)
Chunhyang (2000)
Beyond the Years (2007)
The Voice of a Flower (2015)

Seopyeonje - Die blinde Sängerin


Beyond the Years (2007)
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