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"Mission IRIS" auf DVD PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Sascha Klie   
Tuesday, 20 September 2011

„Mission IRIS"

 

OT: A-i-ri-seu - geuk-jang-pal (아이리스 - 극장판 )

Land: Südkorea 2009

Regie: YANG Yun-ho, KIM Gyu-tae

Drehbuch: KIM Hyun-jun, KIM Jae-eun, CHO Gyu-won

Darsteller: LEE Byeong-heon, KIM Tae-hee, JUNG Jun-ho, KIM Seung-woo, KIM So-yeon, CHOI Seung-hyun aka T.O.P.
Länge: 118 Min.
Ton: Dolby Digital 5.1
Sprachen: Koreanisch, Deutsch
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 16:9 anamorph (1.78 : 1)
Extras: Trailershow
Synchronisation und Untertitel: Die Synchronisation geht in Ordnung. Abweichungen ergeben sich doch erheblich im gesprochenen Text und den Untertiteln, die jedoch inhaltlich nicht schwer wiegen. Vermutlich wurden während der Synchronisation kurzfristig Synonyme gesucht, die den Lippenstellungen besser entsprechen. In einer Szene wird in der Synchro gesiezt und in den Untertiteln geduzt.
Druckfehler auf dem Cover, wo der Hauptdarsteller ‚Lee Byung-hune‘ geschrieben ist, korrekterweise aber als Lee Byeong-Heon (bzw. Lee Byung-hun) in den gebräuchlichen Umschriftsystemen heißen müßte.

FSK: ab 18 Jahren
Vertrieb: Als Blu-Ray und DVD im Schuber bei MFA+ Film im Vertrieb der ascot-elite

 

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Hyun-jun und Sa-woo sind Agenten beim National Security System (NSS). Sie verbindet eine jahrelange Freundschaft. Als bei einem Einsatz in Budapest ein hoher nordkoreanischer Politiker ins Fadenkreuz gerät, wird Sa-woo auf Hyun-jun angesetzt, ihn auszuschalten. Er kann jedoch verletzt fliehen. Beide Freunde lieben ihre Kollegin, Agentin Seung-hee, die ihm hilft unterzutauchen. Eine Autobombe zerfetzt jedoch später den Wagen, in dem Seung-hee saß.
Der Chef der NSS ist für eine länderübergreifende Geheimorganisation tätig, die sich IRIS nennt.
Als sich ein Jahr später die politische Lage in Richtung einer koreanischen Wiedervereinigung bewegt, werden unterschiedliche Gruppen aktiviert, den Prozess zu torpedieren. Hyun-jun kehrt nach Korea zurück. Er wird vom südkoreansichen Präsidenten wieder in die NSS gebracht, um die Ungereimtheiten zu klären und den Maulwurf ausfindig zu machen. Ein Anruf bringt Hyun-jun auf eine heiße Spur, doch der Anrufer wird bald von den IRIS-Leuten liquidiert. Hyun-jun schleußt sich in die Terrorgruppe ein, die einen nuklearen Sprengsatz in der Innenstadt von Seoul zünden wollen. Irritiert sieht er plötzlich Seung-hee wieder, die von der Gruppe gefangen worden war. Gemeinsam wollen sie das Schlimmste verhindern und so die Friedensverhandlungen ermöglichen.

 

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Kommentar: Hochspannungskino aus Fernost. Ein aus dem Material der erfolgreichen TV-Dramaserie zusammengefaßter Film, so liegt es in der Natur der Sache, dass viele Charaktere im Film in Gegensatz zur Serie eher eindimensional ankommen. Aus 20 Stunden TV-Serie blieben lediglich 2 Stunden übrig. Die Serie war dank der spannungsreichen Story aus dem innerkoreanischen Bereich, ihrer Schauspieler, der vielen Actionszenen mit Special effects ein wahrer Straßenfeger.
Seit über einem Jahrzehnt gehört Lee Byeong-heon zu den beliebtesten Darstellern Südkoreas. Seit „Joint Security Area -JSA“ war er oftmals auf das Action-Kino festgelegt. Nach Erfolgen wie „A Bittersweet Life“ und dem Kimtschi-Western „The Good, The Bad, The Weird“ bekam er sogar die Einladung nach Hollywood, wo er mit „GI Joe“ jedoch nicht sogleich einen Durchbruch erreichte. Dennoch war es ein Paukenschlag, dass er Amerika den Rücken kehrte und im Fernsehen in einen aktionreichen Vielteiler mitspielte.
Leider ist auch die Darstellung des nordkoreanischen Killers Vick durch den Boygroup-Sänger T.O.P. (eigentlich Choi Seung-hyeon) im Film zu kurz geraten. Seine kaltblütige Art, der eiskalte Blick und sein reueloses Handeln machten ihn zur Schauspieler-Entdeckung des Jahres.
Kim Tae-hee spielt seit gut einem Jahrzehnt in TV-Serien, wie auch Sitcoms mit, hatte mit „The Restless" aber auch 2006 schon eine bedeutende Filmrolle.
Hyun-juns Counterpart Sa-woo spielt der erfahrene Jung Joon-ho, der bereits in zwei Dutzend Filmrollen zu sehen war, sei es in Komödien, aber auch in Action-und Kriminalfilmen wie „Last Witness" (2001), „North Korean Guys" (2003), „Public Enemy 2„ (2005) oder „Righteous Ties" (2006).
Die Idee hinter der Story ist eine modernisierte Variante des Plots aus den 1990er Jahren, als „Shiri“ (auch „Swiri“ oder „Siri“ geschrieben) für Furore sorgte. So ist der Titel „IRIS“ ein Anagramm des alten Titels, wenngleich es auch Parallelen zu frühen Bond-Filmen gibt (damals Blofelds Terrororganisation SPECTRE). Als Assoziation kann auch die griechische Göttin Iris herhalten, die dann in Bezug zur Fortsetzungsserie „Athena: Godess of War“ steht, die ein Jahr später produziert wurde.
Drehorte waren Russland, China, Japan und die USA, die ein Budget von ca. 20 Mio. US$ verschlangen. Der Sender KBS wurde mit Einschaltquoten von bis zu sagenhaften 39,9 % dafür belohnt! Die Serie wurde mit Fernsehpreisen nur so überhäuft, so gab es zahlreiche Baeksang- sowie KBS-Drama-Awards.

Da wir in Europa leider keine Einblicke in die in Asien weitverbreiteten koreanischen Dramaserien haben, müssen wir uns (leider noch) mit verkürzten Versionen begnügen, das bereitet der Qualität der Action-Handlung keinen Abbruch.

Sehr gut fürs Kino aufbereiteter Polit-Thriller mit viel Action, einer Dreiecks-Freundschaft, die durch interne Querelen auf die härteste Probe gestellt wird und Korea an den Rande der nuklearen Zerstörung bringt.


(Vielen Dank an ascot elite für die Überlassung des Rezensions-Exemplares!)

Letztes Update ( Tuesday, 20 September 2011 )