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The Brass Quintet (2010) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Sascha Klie   
Wednesday, 21 September 2011

Deo beu-ra-seu kwin-tet

2010
30 Min.
Regie: YOO Dae-eol
Mit: Shin Seung-hyun, PARK Byun-gye, CHUN Sung-chan, LEE Seok-joo, KWON Yong-min, OH Dae-hwan, GUK Ji-yeon

 

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Während ihrer Freizeit in der Kaserne übt eine handvoll Kameraden ein Blasqunitett ein. Sgt. Shin zählt schon die Tage bis er entlassen wird. So nutzen sie die Gelegenheit mit einem teuren Mikrophon eine Melodie aufzunehmen. Am besten können sie ein trauriges Stück, dass man bei Beerdigungen spielt. Doch der Trompeter weicht immer wieder von der Melodie ab und variiert sie als Interpretation.  Da meldet sich ein Vorgesetzter, der sich für die Hochzeit seiner Schwester ein Ständchen wünscht. Die fünf Mitglieder bekämen auch den entsprechenden Tag Freigang. Am Wochenende machen sie sich in Gardeuniform auf. Unterwegs posieren sie noch als Bremer Stadtmusikanten für einige Spaßschüsse. Aber der Jüngste unter ihnen hat in der U-Bahn die Noten für das neue Stück liegen gelassen. Weil sie das Stück aber nicht auswendig spielen können, stehen sie auf dem Schlauch und müssen nun improvisieren. Da erinnert sich der Trompeter, dass ihr Trauerstück so feierlich sei, dass man es glatt bei einer Hochzeit spielen könne. Nach und nach modulieren sie das Stück und bekommen dafür Applaus.
16 Monate später ist aus dem Jüngsten nun der dienstälteste Rekrut geworden, der seinerseits seine Untergebenen auffordert für ihn etwas aufzunehmen.

 

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Kommentar: Ein sehr gut gefilmter und anspruchsvoll gespielter Kurzfilm über die Abhängigkeiten bei der Armee in der obligatorischen Wehrdienstzeit, den Alltagsproblemen von getrennten Paaren und der Macht der Musik. Ausgefeilte Dialoge fangen die Stimmung bei den Soldaten hervorragend ein. Die Unterwürfigkeit in der Dienst- und Rangordnung wird von Jahrgang zu Jahrgang weitergegeben. Überzeugend auch der Animations-Einschub in Monty Python-Manier. Ein kleiner Film mit einem großen Soundtrack.

NB: In Südkorea gibt es für Männer eine obligatorische zweijährige Militärausbildung. Während in der Zivilwelt das Geburtsjahr den Maßstab für die entsprechende Höflichkeitsstufe im Umgang miteinander festlegt, ist es bei der Armee der Dienstrang.

Letztes Update ( Thursday, 22 September 2011 )