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"Go-stop" und Sotda PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Sascha Klie   
Monday, 13 March 2006
"Go-stop" ist wohl das beliebteste Kartenspiel in Korea. Ein Spiel für 2 oder 3 Spieler. Es ist am ehesten mit dem südamerikanischen Canasta vergleichbar, wo verteilte Karten abgelegt und gesammelt werden. Neue Karten werden vom Talon (oder Stock) gezogen und bei passendem Wert eingezogen oder für den nächsten Spieler freigegeben.
Es wird mit kleinen Plastikkarten (hwa-tu) gespielt, die jeweils 12 Motive (zumeist Pflanzen) aufweisen – entsprechend der 12 Monate – mit je 4 unterschiedlichen Werten, also insgesamt 48 Karten.

Ziel ist es mindestens 3 (bei zwei Spielern), bzw. 5 Punkte zu erreichen. Hierzu dienen unterschiedliche Sammlungen von Karten, die entsprechend ihrer Seltenheit (Karten mit Tieren oder Bändern) mehr zählen. Erreicht nun ein Spieler die vorgeschriebene Punktzahl kann er das Spiel beenden und entsprechend „Stop“ sagen. Wenn sein Abwägen jedoch ergibt, dass es während der nächsten Runde kein anderer Spieler in die Möglichkeit kommt, seinerseits das Spiel zu beenden, kann er auch „Go“ sagen, das Spiel geht weiter und er bekommt bei der Abrechnung am Ende Zusatzpunkte und entsprechend mehr Geld ausbezahlt.
Also ist nicht nur Kartenglück, sondern auch Vabanque-Spiel der besondere Reiz dieses Spieles. Es gibt eine Reihe von regionalen Variationen, auf welche sich die Spieler vorher einigen müssen.
Sehr beliebt sind mittlerweile Online-Spiele im Internet.

Die Spielkarten werden auch beim Kartenlegen von Wahrsagern benutzt.

Zu den genauen Regeln verweise ich auf folgenden link.
 
 
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Szene aus "Let's Play Dharma" (2001) 

Wahrsager mit Go-stop-Karten (aus: "The Art of Seduction")
 
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Szene aus "The Worst Guy Ever" (2007) 
 
Scandalgostop
Der Kleine zockt den Großen ab: Szene aus "Scandal Makers" (2008).

Sotda

Immer wieder sieht man in koreanischen Filmen, wie eine Runde Kartenspieler bei einer Art Poker oder Black Jack zusammen sitzen. Es wird nur mit je 2 Karten gespielt und es hängt vom Kartenglück und vom Bluffen ab, ob man mit seinem Blatt erfolgreich ist, getauscht werden darf nicht.
Es gibt lediglich 20 Karten. Die Kartenwerte von 1-10 werden wie beim Go-Stop verwendet, von jeder Farbe also nur zwei Karten. Höchster Wert ist die Neun, da bei Zahlen größer-gleich 10 eben 10 Punkte abgezogen werden, ein Additionswert von 13 also wie 3 gewertet wird, die 10 also null ist. Darüber liegen die Paare, also jeweils die beiden Karten einer Farbe mit dem Bestwert von beiden 10ern (chang daeng = Paar 10). Außerdem gibt es 3 Karten mit den Sonderzeichen 'gwang', die ebenfalls extra zählen.  


Szene aus "Tazza" (2006)
 
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Weil der Ehemann zu viel Karten spielt, muss er zur Strafe stramm stehen. Szene aus "Marrying High Schoo Girl" (2004).
 
Letztes Update ( Wednesday, 01 April 2009 )