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Das Nationale Sicherheitsgesetz PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Sascha Klie   
Wednesday, 12 April 2006
Das Nationale Sicherheitsgesetz (NSG) Koreas ist eines der rigorosesten Sicherheitsgesetze weltweit. Als Ergebnis des Koreakrieges und der Antikommunisten Sichtweise des Kalten Krieges heraus, wird jedwede Form von kommunstischer Propaganda mit Gefängnis bestraft. Für die staatliche Sicherheit gefährdende Taten oder Spionage steht lebenslange Haft oder die Todesstrafe. Inhaftierte nordkoreanische Soldaten des Koreakrieges wurden z.T. erst in den 90er Jahren (oft nach über 40 Jahren Gefängnis) freigelasen.

In der Zeit der Militärdiktatur wurden viele Koreaner inhaftiert. Überläufer wurden streng verhört und nach ihren Tätigkeiten ausgefragt. Es konnte sogar passieren, dass ein Dichter ins Gefängnis kam, nur weil er in seinen Gedichten von roten Blumen schwärmte.
Jedweder Kontakt mit dem Norden kann bestraft werden. Mittlerweile gibt es jedoch auch offizielle Treffen und touristische Reisen in den Norden.
Dennoch ist es noch 2004 dem koreanischen Soziologen (mit dt. Pass) Prof. Song Du-yul passiert, dass er wegen seiner Treffen und Besuche in Nordkorea inhaftiert und angeklagt wurde.
Menschenrechtsorganisationen, u.a. amnesty international fordern schon länger das NSG abzuschaffen.

Link zum Wortlaut des NSG:
http://www.amnesty-muenchen.de/korea/skorea_files/nsl_deutsch.pdf


Interessenten an diesem Thema kann ich folgende Filme empfehlen:
The Border City (Doku über Prof. Song, 2002)
The Road Taken (2003)
Repatriation (2003)


 

Letztes Update ( Wednesday, 12 July 2006 )