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Flüche und Ausrufe PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Sascha Klie   
Tuesday, 25 April 2006
Sieht man koreanische Filme im Orginal so fallen einem beim genaueren Hinhören vielleicht einige Kraftausdrücke auf.
Ein kräftig gepresstes „Sch“ oder gezischtes „Schi~“ steht für das häufigste Schimpfwort „Schi-bal“ (wörtlich ‚18’) und meint in etwa „Verdammter Mist“ oder „Scheiße“. Hier wird eine chinesische Aussprache verballhornt.
Verflucht wird ein Widersacher am meisten mit dem abfälligen „kae-ssi-gye“ so wie „Hundesohn“ oder „Hurensohn“. Oft wird auch einfach verunglimpft indem man das Suffix „-nom“ anhängt, was soviel wie „Lump“ oder „Mistkerl“ bedeutet.
Zieht jemand beim Kartenspiel die falsche Karte, so flucht der Spieler über den  „Mist" oder „Schiet" den er da bekommen hat mit dem entsprechenden „ddong".
Natürlich gibt es auch regional gefärbte oder umgangssprachliche Ausdrücke, wie auch Dialektwörter.
In dem Film „Once upon a time in a battlefield“ (Hwang san bul) von 2003, wo es um einen historischen Streit zwischen dem alten Shilla-Reich und der Baekche-Dynastie geht, gibt es eine wunderbare Szene, wo die verfeindeten Truppen einander gegenüber stehen und sich minutenlang beschimpfen. Hier könnte man mühelos ein Wörterbuch koreanischer Schimpfwörter anlegen. Herrlich auch die Fluchtiraden der fünf alten Frauen in beiden Mapado-Filmen (2005 und 2007) im Jolla-Dialekt.




Szenen aus "Hwang san bul" (2003).

Verwundert oder erschrocken ruft die Koreanerin häufig „omo!“ oder verlängert „omo-mo!“, in etwa „Oh Schreck!“ oder „Huch“, „Hoppla“.

Der Klageruf bei Todesfällen ist „aigo!“ mit langgezogenem –o, was soviel wie „oh weh, oh nein!“ meint.

 
Literaturtipp:
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'Dirty Korean' (2010)
Letztes Update ( Wednesday, 15 December 2010 )