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Christen in Korea PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Sascha Klie   
Wednesday, 03 May 2006
Obwohl Korea in der frühen Neuzeit extrem abgeschlossen war, kamen einige Schiffbrüchige als erste Europäer u.a. nach Jejudo, wie der Bericht von Hendrik Hamel zeigt. Christliche Missionare waren schon in China aktiv, als einige verkleidete Patres die Bibel im 16. Jhdt. nach Korea schmuggelten. Die Missionierung begann sehr langsam und die Widerstände waren groß. Viele Missionare in der Mitte des 19. Jhdts. wurden zu Märtyrern ihres Glaubens. Die zwangsweise Öffnung durch die aufoktroyierte „Open-Harbour-Politik“ brachte auch viele protestantische Missionare aus Amerika nach Korea. Die inner-protestantische Konkurrenz kennzeichnet auch heute noch das Bild der evangelischen Kirchen im Gegensatz zur traditionell gemäßigten katholischen Amtskirche.
Seit 1998 ist Nicholas Cardinal Cheong Jin-Suk Erzbischof (und seit 2006 Kardinal) von Seoul. Sein Vorgänger im Amt ist Kardinal Stephen Kim Sou-hwan (geb. 1922 in Daegu - 16.2.2009), der in Deutschland Theologie studiert hatte.

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Die Kardinäle Cheong und Kim
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Der aufgebahrte Kardinal Kim im Februar 2009
Kirchengebäude sind eher die Ausnahme, da die Gemeinden recht klein sind. So finden sich viele Versammlungs- und Gemeinderäume in normalen Wohnhäusern oder in einer Etage eines Hochhauses. Kennzeichnent sind die darauf hinweisenden Neonkreuze auf den Häusern, die allabendlich in den Großstädten zu sehen sind. Allein in Seoul gibt es über 10.000 solcher Kirchen(-räume), in Korea über 50.000. Acht der 10 größten Kirchen der Welt sind in Korea. Die vier größten protestantischen Kirchen der Welt stehen in Seoul. Zu den sieben Gottesdiensten jeden Sonntag kommen jeweils über 20.000 Gläubige in die Yoido Full Gospel Church, der mit 750.000 Mitgliedern größten Kirchengemeinde der Welt.

Offiziell bekennen sich 7 % zur katholischen und 18,6 % zu protestantischen Kirchen in Korea. Somit hat sich in den letzten 30 Jahren des 20. Jhdts. das Christentum zur größten Religionsgemeinschaft in Korea entwickelt.
Dazu ein Beitrag aus dem Weltspiegel (13.12.09)

Die protestantischen Kirchen Koreas sind Zielscheibe der Komödie "Halleluyah" (1997).

 
Park Jung-hun in "Hallelujah" (1997).

Als Komödie setzt sich der Film „Love, So Divine“ (2004) mit der katholischen Kirche auseinander.
Kwon Sang-woo als Preisteranwärter in "Love, So Divine".

Der Dokumentarfilm "Han Gyungjik" (2012) über den gleichnamigen chairsmatischen Prediger stammt von Chun Jeong-hoon.
Letztes Update ( Monday, 11 February 2013 )