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Geschrieben von Sascha Klie   
Thursday, 27 September 2007
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DUELIST

OT: 형사 Duelist (Hyung-sa Duelist)
Land: Südkorea 2005
Drehbuch und Regie: LEE Myung-se
Buchvorlage (Manhwa): BANG Hak-ki
Darsteller: HA Ji-won, GANG Dong-won, AHN Sung-ki
Musik: CHO Sung-woo
Länge: 107 Min.
Ton: Dolby Digital
Sprachen: koreanisch / deutsch
Untertitel: deutsch
Bildformat: 16:9
Extras: Bonus-DVD mit Making of… (45 Min.), Kinotrailern, Hintergrundstory des Fan-Cafes, Interviews
Synchronisation und Untertitel: Die Synchronisation gefällt mir gar nicht, viele Stimmen passen im Duktus und der Klangfarbe nicht, der Text ist zum Teil abweichend. Ich empfehle die Orginalversion mit den sehr guten Untertiteln anzusehen.
FSK: ab 16 Jahren
Vertrieb: Rapid Eye Movies

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Irgendwann während der Chosun-Ära. Der Verteidigungsminister Song will sich seiner politischen Feinde entledigen und volle Kontrolle über die Streitkräfte bekommen. Dazu bringt er Falschgeld in Umlauf, welches die Bevölkerung verunsichert. So sind der Detektiv Ahn und seine Assistentin Nam-sun dabei den Fall undercover zu lösen. Sie verfolgen die Spur der Falschmünzer, doch werden gewahr, dass ihnen ein Gefolgsmann Songs, ein exellenter Schwertkämpfer mit einem blassen Gesicht und traurigem Blick (sad eyes) ihnen ständig in die Quere kommt. Immer wieder kreuzen Nam-sun und der bleiche Kämpfer die Klingen. Ein Duell folgt dem nächsten. Es scheint eine unterschwellige Zuneigung zwischen den beiden zu geben. Haben sie sich während der Auseinandersetzungen in einanader verliebt? Aber am Ende läuft alles auf das entscheidende, das letzte Duell hinaus: Das Haus des Ministers wird umstellt.



Ein sicherlich opulentes Werk mit herausragenden Protagonisten. Der Orginaltitel bedeutet ‘Detektiv’ und zielt auf Nam-sun ab, die als Frau in einer Polizeirolle, zu einer Zeit, wo Frauen eigentlich keinerlei gesellschaftlichen Aufstiegschancen hatten, ihren Mann steht.

Die Idee einen Film in Art eines Manga zu drehen (und so der Kunstform Comic als Vorlage die Ehre zu geben) führt zu den optischen Effekten, wie Überblendungen, Schnitten, Kamerafahrten und ungewöhnliche Perspektiven, slow motion und Zeitraffer, dazu moderne Musik mit Akkordeon oder Rockmusik oder auch ein Walzer als Soundtrack verblüffen auf den ersten Blick. Die oppulente Ausstattung besticht.
Ha Ji-won als Nam-sun ist ein vielbeschäftigter Jungstar des koreanischen Kinos, die aber auch Erfolge in TV-Dramaserien vorzuweisen hat. Ahn Sung-ki feierte kürzlich sein Goldenes Leinwandjubiläum und hat eine fast dreistellige Filmographie vorzuweisen. Auch beim Regiedebüt von Lee Myung-se 1988 in ‚Gagman’ spielte er die Hauptrolle des tragischen Komödianten, der in Manier eines Tramp wie Charlie Chaplin agiert. Erst zum dritten Mal vor der Kamera sehen wir Kang Dong-won. Der Frauenschwarm debütierte 2004 in ‚Don’t Believe Her’. Einem größeren Publikum wurde Lee Myung-se (Jahrgang 1957) durch seinen Thriller 'Nowhere To Hide' (1999) bekannt.
Die Kampfszenen in 'Duelist' lehnen sich an chinesische Vorbilder wie ‚Tiger and Dragon’ oder ‚Hero’ an.

Fazit: Ein visueller Genuß, wenn auch optisch etwas überladen. Ein Feuerwerk an Effekten und Perspektiven, die ihresgleichen suchen. Ein Kaleidoskop von Farben und Kostümen mit Finesse inszeniert. Ein Kampfspektakel in historischem Gewand, welches einen fesslen, begeistern und staunen lassen kann.

(Dank an rapid eye movies für die Rezensions-DVD)
Letztes Update ( Thursday, 17 January 2008 )