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Jejudo PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Sascha Klie   
Monday, 15 October 2007
Die Insel Jeju ist vulkanischen Urpsrungs und beherbergt mit dem erloschenen Vulkan Hallasan, die mit 1950 m Höhe, größte Erhebung Südkoreas. Die Endung –do kann sowohl Insel als auch Provinz bedeuten, bei Jejudo trifft beides gleichermaßen zu.
Mit 1.825 qkm Fläche ist Jejudo Koreas größte Insel. Sie liegt rund 100 km südlich des Festlandes und verdankt seinem milden, subtropischen Klima den Namen „Hawaii Koreas“. Tourismus ist die Haupteinnahmequelle der rund 500.000 Einwohner zählenden Insel. Die Naturschönheiten, wie Grotten und Wasserfälle sind Publikumsmagnete. So ist es fast schon obligatorisch die Hochzeitsreise nach Jejudo zu machen, weshalb sie auch „Honeymoon Island“ genannt wird.

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Hallasan

Historisch gesehen war Jejudo als Seestützpunkt beliebt, wenn es auch kaum natürliche Häfen an der schroffen Küste gibt. So strandete hier auch im Jahre 1653 der niederländischen Seefahrer Hendrik Hamel mit seiner Crew und verbrachte viele Jahre dort. Seine Erinnerungen stellen den ersten Bericht eines westlichen Besuchers in Korea dar.
Während der Mongolenzeit wurde Jejudo (alter Name Quelpart) als Vorposten gehalten und hier züchteten sie ihre besonders robusten Reitpferde. Nachkommen der Steppenpferde werden noch heute gezogen. Auch der für koreanische Ohren fast unverständliche typische Dialekt mag noch mongolischen Einflüssen unterliegen.
Ein Sprichwort sagt, dass es drei Dinge reichlich gibt auf Jejudo: Stein, Wind und Frauen. Letzteres rührt daher, dass viele Ehemänner in der rauhen See auf dem Meer blieben und den Seemannstod starben.
Überhaupt sind die Frauen sehr zäh und robust, sind doch die ohne Sauerstoffgerät nach Muscheln und Schwämmen tauchenden Frauen (Haenjo) ein Markenzeichen der Insel.

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Haenjo-Denkmal

Schamistische Riten und die Lokalgottheiten werden hier besonders verehrt. An den Dorfzugängen sieht man allenthalben phallusförmige Dolmen als Wächterfiguren, die Harubang.

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Im Jahre 1948 fand auf der Insel unter den konservativen Regierung Rhee ein blutiges Massaker an der Zivilbevölkerung statt, welchem vermutlich mehr als 27.000 Menschen zum Opfer fielen. Ausgangspunkt war ein Aufstand linksgerichteter ‚Rebellen’, die sich gegen die Machenschaften der auf die Insel gebrachten Marodeure richtete. Der Vorfall wurde jahrzehntelang verschwiegen und erst vor wenigen Jahren wieder ans Licht gebracht.

Einige Filme wurden auf Jeju-do, bzw. einer der kleinen Nachbarinseln gedreht:

The Flower at the Equator (1983)
Love Wind, Love Song (1998)
The Uprising (1999)
K-Drama „All In“ (2003)
Possible Changes (2004)
My Mother the Mermaid (2004)
Feathers in the Wind (2005) [gedreht auf U-do]
Sa-kwa (2005)
Now and Forever (2006)
Like You Know It All (2008)
Tempted Again (Drama, 2009)
Boys Over Flower (Drama, 2009; Episode 21f)
Life is beautiful (Drama, 2010)

 
Upris1
Szene aus "The Uprising" 


Szene aus "Feathers in the Wind"


Szene aus "Now and Forever"
Letztes Update ( Saturday, 25 December 2010 )