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Acacia- Die Wurzeln des Bösen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Sascha Klie   
Wednesday, 09 April 2008

NEU AUF DVD *** NEU AUF DVD ***


OT: 아카시아 (Ah-ka-shi-ah)
Land: S
üdkorea 2003
Regie: PARK Ki-hyung

Drehbuch: SUNG Ki-young, PARK Ki-hyung
Darsteller: SHIM Hye-jin, KIM Jin-geun, PARK Woong, LEE Young-hee, MOON Woo-bin

Musik: CHOI Man-shik
Länge: 102 Min.
Ton: Dolby Digital 5.1
Sprachen: koreanisch / deutsch
Untertitel: deutsch
Bildformat: Widescreen 2,35:1
Extras: Making of..., Orginal-Trailer, Interviews mit den Schauspielern und dem Regisseur, Bildergalerie
Synchronisation und Untertitel: Die deutsche Synchronisation geht sehr in Ordnung, die Untertitel passen und sind genau.
FSK: ab 16 Jahren
Vertrieb: e-m-s new media

 

 

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In einer beschaulichen Siedlung wohnt der Gynäkologe Dr. Kim Do-il mit seiner Frau zusammen. Mi-sook ist künstlerisch aktiv aber nicht ausgelastet. Weil die Ehe bisher kinderlos verlief, erwägt man eine Adoption. Während ihr Schwiegervater dieses Vorgehen befürwortet, ist ihre Mutter sehr dagegen, weil sie sich ein leibliches Enkelkind wünscht.

Im Waisenhaus fällt ihr ein ruhiges Kind auf, das in sich gekehrt düstere Bilder malt. Es sind Bäume und Figuren, die an Edvard Munchs „Schrei“-Bilder erinnern.

So wird der sechs-jährige Jin-sung in der Familie aufgenommen. Der eigenwillige Knabe hält sich oft im garten auf, bei einem Akazienbaum, der aber seit Jahren keine Blätter oder Früchte mehr austreibt. Er spricht mit dem Baum und will ihm helfen.

Die ‚Großmutter‘ ist dem jungen gegenüber sehr abweisend und holt sich bei einer Schamanin Amulette, die die Fruchtbarkeit der Tochter stärken sollen.

Jin-sung lernt das Nachbarskind Min-ji kennen und die beiden freunden sich langsam an. Sie sei anämisch, weil sie ein Vampir sei und gehe daher nicht zur Schule.

Aber dann geschieht doch noch das Unerwartete: Mi-sook ist schwanger und Jin-sung spielt nur noch die zweite Rolle.

Als der Junge Hae-sung geboren wird, ist er sehr eifersüchtig und versucht den Kleinen zu würgen. Die Adoptiveltern wollen die Akazie fällen, doch Jin-sung rennt davon und ist verschwunden. Die Polizei gibt eine Vermißtenmeldung heraus.

Die Akazie beginnt wieder zu blühen und Blätter zu treiben. Da kommt es zu unerwarteten Todesfällen.

 

 

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Fazit: Ein Psychodrama, welches eine Familie zerstört. Die Horroreffekte spiegeln die Hilfeschreie eines gepeinigten Jungen wieder, dem Unrecht zu Teil wurde.

Das Bild des sensiblen Baumes der Akazie, einer Mimosenart, zeigen einerseits die Macht und das Wunder der Natur, welches durch geringe Störungen aus dem Gleichgewicht kommen kann.

Dem Regisseur PARK Ki-hyung („Whispering Corridors“) ging es in seinem dritten Film um den Umgang innerhalb einer Familie, deren Zusammensetzung sich dramatisch ändert. Die Kontroversen an sich ergeben den Horror. Die Effekte, die psychologisch gesehen interpretiert werden können, ziehen sich wie ein roter Faden durch die Visionen und Träume der Protagonisten. Die Seelenwanderung in Naturwesen zeugt von der schamanistischen Grundhaltung der koreanischen Gesellschaft. Die emotionale Dynamik, die sich durch den Konflikt mit dem Adoptivsohn ergeben, treiben die Eltern-Kind-Auseinandersetzung bis zum Äußersten. Die Katastrophe scheint unausweichlich.

 

Die in den 1990er Jahren sehr aktive SHIM Hye-jin, hatte eine 5-jährige Pause eingelegt, die sie für ‚Acacia‘ beendete. Für KIM Jin-geun, war es nach ‚The Gingko Bed 2“ die zweite Rolle vor der Kamera. Die Kinder waren für ihren Einsatz in dem Film gecastet worden. Ihre Scheu vor der Kamera ist ihnen leider manchmal anzusehen.

 

Ein mit 2,2 Mio. US$ budgetierter Film, der im unteren Mittelbereich an Aufwand anzusiedeln ist.


Zum Horrorklassiker reicht es dennoch nicht, dazu ist die Geschichte und die Schockeffekte doch zu harmlos. Mehr als ein leichter Schauer kommt bei dieser Leistung leider nicht auf.


(Dank an e-m-s new media für die Bereitstellung der Rezensions-DVD)