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Geschrieben von Sascha Klie   
Saturday, 28 June 2008


GHOST


OT:
(Ryung)

Alternativ-Titel: Dead Friend
Land: S
üdkorea 2004
Drehbuch und Regie: KIM Tae-kyung
Darsteller: KIM Ha-neul, PARK Jun-ho, NAM Sang-mi, SHIN Bin-yi, JEON Hie-ju, LEE Yun-ji, CHOI Ran, GI Ju-bong, KIM Hae-suk, Grina PARK, RYU Jin

Musik: Pinocchio
Länge: 95 Min. (ungeschnittene Fassung)
Ton: Dolby Digital 5.1
Sprachen: koreanisch / deutsch
Untertitel: deutsch
Bildformat: 16: 9, 1,85 : 1
Extras: Interview mit KIM Ha-neul (Wie man eine Horrorqueen wird), Musikvideo, Trailer
Synchronisation und Untertitel: Die Synchronisation geht in Ordnung, wenn auch die Klangfarben der Frauen sehr ähnlich ist, man meint fast, dass verschiedene Rollen von derselben Stimme gesprochen werden. Ein Manko ist, das
sämtliche Namen falsch ausgesprochen werden! Die Untertitel sind perfekt.
FSK: ab 16 Jahren
Vertrieb: i-on new media

 

 Image


Min Ji-won ist in einer prekären Lage. Sie hat ihre Erinnerungen verloren, doch ihr Umfeld glaubt ihr nicht. Sie trifft täglich neue Menschen, mit denen sie jedoch seit Jahren bekannt ist. Seit einem Vorfall vor einem Jahr fehlt ihr die ganze Zeit davor. Außerdem geschehen merkwürdige Vorfälle, zwei Freundinnen werden tot aufgefunden. Sie sind in einer Dunkelkammer ertrunken. Und ihre Träume machen ihr Angst. Ihr Arzt kann keine körperliche Ursache finden. Alle Vorfälle und Träume haben mit Wasser zu tun. Selbst im Schwimmbad meint sie von fremder Hand unter Wasser gezogen zu werden. Eine weitere Freundin wird in die Psychiartrie eingewiesen, sie würde Ji-won am Liebsten umbringen.

Nach und nach erfährt sie stückweise, was vorgefallen ist: Ji-won war Kopf einer Mädchen-Clique, die sich einen Spaß daraus machten, andere zu schikanieren. Weil sie reich war, konnte sie sich alles leisten und erlauben. Auf der Samrin-Mädchen-Schule gab Ji-won den Ton an. Su-in sah zu Ji-won auf, sie war arm und wollte so sein wie Ji-won. In der Gruppe mit den anderen war sie jedoch das fünfte Rad am Wagen. Bei einem Ausflug in die Berge, kam es zum Eklat. Ji-won schubst Su-in in einen Bergsee. Die anderen werfen Ji-won aus Flachs hinterher, doch die geht unter. Su-in taucht ihr nach und will sie retten. Ji-won nimmt die Hilfe an, stößt sich unter Wasser an ihr ab und kann auftauchen, während die unglückliche Su-in mit dem Fuß zwischen Felsen stecken bleibt und ertrinkt.

Als das Rätsel um den Verbleib von Su-in geklärt ist, glaubt Ji-won, dass der Albtraum nun zu Ende ist, doch in den Armen der Mutter erfährt sie, dass der Albtraum gerade erst begonnen hat.


Der Geist einer Toten kommt zurück und nimmt Rache an ihren Peinigern. Während Ji-won mehrfach erwähnt, dass es keine Geister gibt, wird sie eines besseren belehrt.


Dieses ist ein überragender Horrorfilm in mehrfacher Hinsicht, nicht nur, dass ein ungewöhnlicher Plot ungemein spannend umgesetzt wurde. Die großartige schauspielerische Leistung von Kim Ha-neul (Ji-won) und Kim Hae-suk (ihre Mutter) bleibt länger in der Erinnerung und die perfekte Anlage der Handlungsstränge mit den Rückblenden, um die bruchstückhafte Weidererlangung des Gedächtnisses zu vergegenwärtigen.

Das Set im düsteren Zuhause, wo das Aquarium die hellste Lichtquelle ist, passt absolut in die Unterwasseratmosphäre, die tragendes Element der Szenerie ist. 

Weil die Tat unter Wasser geschah kommt ein Wassergeist zum Einsatz, der mit allen Assoziationen rund ums nasse Element, wie der Angst vor dem Ertrinken, spielt.

Lange Haare der Geister sind ein Bild, dass aus der Historie Koreas kommt, so liefen Leute, denen Unrecht geschah, klagend und ohne die sonst hochgebundenen Haare umher. Dieser Topos wurde in den Horrorfilm eingeführt, weil die Geister Rache für gegen sie begangenes Unrecht nehmen.

 

Regisseur Kim Tae-kyeong, der mit „Ghost“ sein Debütfilm vorlegt, drehte 2007 den vielbeachteten Mystic-Thriller „Muoi“. Hier wie dort blieben Regie und Drehbuch in einer Hand.

Hauptdarstellerin Kim Na-eul dreht seit rund einem Jahrzent Filme. „Ditto“ (2000), „My Tutor Friend“ (2003) und „Ice Rain“ (2004) seinen hier wähnt, zuletzt spielte sie in der Romanze „Lovers for 6 Years“.

Ihr Freund, gespielt von Jin Ryu agiert häufiger in Fernseh-Serien. Ihre Filmmutter Kim Hae-suk ist seit einem Vierteljahrhundert von der Leinwand nicht mehr wegzudenken. Auch in TV-Serien wird sie gern als Mutter besetzt.

 

rzung

 

Die DVD kommt in der Metal-Box als limited Edition. Die Extras sind ein Interview, wobei jedoch die Fragen nicht eingeblendet werden und der Ton furchtbar untersteuert ist. Ein 3,5 minütiges Musikvideo zeigt Ausschnitte. Ein TV-Trailer findet sich ebenso.

Die Filmqualität ist dank des satten Bildes und dem guten Ton absolut sehenswert.

Einer der intelligentesten Horrorfilme der letzten Jahre. Man sieht dem Film seine günstige Produktionskosten von lediglich 1,8 Mio.$ nicht an. Grossartiges Horrorkino mit hintergründiger Story.


(Dank an ion-new media für die Bereitstellung der Rezensions-DVD)