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Geschrieben von Sascha Klie   
Thursday, 12 March 2009

 

 

Korea besitzt eine ganz eigenständige Esskultur. Grundnahrungsmittel ist -wie fast überall in Asien- der Reis. Dazu werden die unterschiedlichsten Beilagen zum Mahl gereicht.

 

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Typisch sind große Tafeln mit duzenden kleiner Schälchen verschiedenster Kleinigkeiten.

 

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Oftmals wird auch eine kräftige Suppe dazu gegessen.

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Jiggae-Suppe

 

Bekannte Spezialitäten sind der Feuertopf (bulgoki), gegrillte Rippchen (galbi) und gemischtes Reisgemüse (bibimbap).

 

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Bibimbap

 

Grundlage vieler Gerichte sind durch Fermentation haltbar gemachte Gemüse, wie das berühmte Kimchi, welches aus Chinakohl, Rettich, Gurken oder anderen Gemüsen hergestellt werden kann. Pfannkuchen mit vielerlei Gemüse ebenso (pajeon).

 

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Kimchi und Pajeon

 

Ebenso werden Sojabohnen zu einer kraftvollen Paste vergoren, wobei Sojasauce entsteht. Koreanische Küche ist oftmals pikant, wegen der regen Verwendung von Peperoni und Chillipulver.

Weil es in Korea kaum einen Ort gibt, der weiter als 100 km von der Küste entfernt ist, stehen neben Schweine- und Rindfleich, auch Fisch und Meeresfrüchte auf dem Spieseplan. Gängig sind einerseits die Zubereitung zu Rohfisch, direkt frisch aus dem Fischbecken oder auch luftgetrocknet von der Leine.

 

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Meeresfrüchte-Tafel und Tintenfisch auf der Leine

 

Beliebt sind im modernen stressigen Alltag der Jetztzeit auch die schnellen Tütensuppen (ramyon), die mit heißem Wasser aufgegossen, Nudelgerichte unterschiedlichster Geschmacksrichtungen ergeben, die in den Supermärkten bereit gehalten werden.

An Straßenständen und in den Zeltbars kann man günstige Snacks wie einen Fischspieß oder Kurzgegrilltes bekommen.

 

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Fishstick-Stand und Ddeokbokki in scharfer Soße

 

Lieferservices bringen gefüllte Teigtaschen (mandu), Kimchi oder chinesische schwarze Nudeln vorbei.

 

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Mandu (Teigtaschen) und Jajangmyeon (schwarze Nudeln)

 

Auch Süßes wird häufig aus Reis gemacht, wie der beliebte Nachtisch Reiskuchen (ddok) oder der Schoko-Keks (choco-pie).

 

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Choco-Pie und die beliebten Krabben-Chips

 

Keine Reise oder Ausflug ohne hart gekochte Eier und gefüllte Seetangrollen (kimpap).

 

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Kimpap

 

Als Getränke gibt es Softdrinks und Obstsäfte, aber auch neben Bier oder ausländischem Wein heimische Erzeugnisse wie Reisschnaps (soju) oder Reiswein (makkolli).

 

 

Mehrere Filme und Fernsehserien haben die Kochkunst zum Thema:

 

Great Chinese Restaurant (1999)

Le Grand Chef (2007) [auch als TV-Serie]

The Naked Kitchen (2009)

The Recipe (2010)

 

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Szene aus "Great Chinese Restaurant" (1999).

 

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Szene aus "Le Grand Chef" (2007).

 

 

Es gibt kaum Filme, in denen nicht irgendwann gegessen oder getrunken wird, daher hier eine völlig willkürliche Auswahl:

 

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Festliche Tafel zur Chosun-Zeit. Szene aus "Ilchimae" (TV-Drama, Episode 5).

 

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Er ißt Bibimbap. Szene aus "Mr. Hong" (2004)

 

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 Achtung! Heiße Nudelsuppe Ramyon.

 

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Ein Tipp für kalte Tage: Ramyon und Soju am winterlichen Strand. Szene aus "Daytime Drinking" (2008).

 

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In "Oldboy" (2004) kommt Dae-su durch das Wiedererkennen der Mandu-Sorte auf die Spur seiner Peiniger.

 

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Ein hartes Ei auf der Zugreise. Szene aus "Marrying the Mafia" (2002).

 

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Im Restaurant mit 'fish-sticks'. Szene aus "The Foul King" (2000).

 

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Schwarze Nudeln in "Fun Movie" (2002).

 

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In "Oldboy" kommt es zu einer vielfach mißverstandenen Szene. Dae-su verlangt im Sushi-Restaurant 'etwas Lebendiges'. Frische wird in Korea dadurch gewährleistet, dass man sich sein Essen direkt im Wasserbecken aussuchen kann, welches dann sofort zubereitet wird. Hier geht es darum, dass Dae-su nach seiner jahrelangen Haft etwas Lebendes in sich spüren möchte. 

NB: Tintenfische sind wirbellose Weichtiere deren Tentakel auch nach dem Tod weiterzucken können. Selbst kleingeschnittene Arme zucken oft noch eine halbe Stunde lang auf dem Teller. Sie sind übrigens sehr zart und schmackhaft und haben nichts gemein mit den hierzulande angeboteten fritierten Tintenfischringen, die nach Gummi schmecken!

 

Letztes Update ( Thursday, 27 January 2011 )