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The Painter of the Wind (2008) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Sascha Klie   
Sunday, 29 March 2009

바람의 화원

Paramui hwawoen

aka Garden of the Wind

aka Wind's Flower Garden

SBS, 20 Folgen (plus zwei Specials) von September – Dezember 2008

Regie: JUNG Tae-yoo

Drehbuch: LEE Eun-young nach dem Roman von LEE Jung-myung

Mit: MOON Geun-young, KIM Yoo-jung, PARK Shin-yang, PARK Jin-woo, PARK Hyuk-kwon, AHN Suk-hwan, LEE Joon, LEE Byung-joon, RYU Seung-ryong, BAE Soo-bin, JUNG In-gi, IM Ji-eun, KIM Eung-soo, MOON Chae-won, LEE Mi-young, YOON Joo-sang, HAN Jung-soo, LEE Kyung-hwa

 

Painter Poster


1777 regiert der junge König Jeongjo in Korea. Er will gegen die Widerstände der Minister und der Frau des verstorbenen Königs (seinem Großvater), seinen Vater (Kronprinz Sado), den der König einer angeblichen Verschwörung wegen hatte verhungern lassen, rehabilitieren.

Da taucht ein Bild auf, dass eine Frau in einem Garten zeigt. Die Umstände lassen darauf schließen, dass es sich um ein Schäferstündchen gehandelt hatte. Die ehemalige Königin will den Maler ausfindig machen und ihn bestrafen. Doch niemand meldet sich aus der königlichen Werkstatt als Urheber. Nun soll ein bekannter Maler, Kim Hong-do, anhand des Malstils den Zeichner herausfinden. Weil es für pornografisch eingestuft wird, droht dem Maler die Todesstrafe.

Kim findet heraus, dass es ein junger Maler, der talentierte Yun-bok gemalt hat, der es in jungen Jahren schon zur Meisterschaft in der Genremalerei geschafft hat. Da er das Talent schonen möchte, gibt er seine Erkenntnisse nicht Preis. Auf Grund eines Details auf der Zeichnung entdeckt der König, dass das Bild die Ex-Königin zeigt. Um den Sachverhalt zu verschleiern wird die Sache totgeschwiegen. Yun-bok und dessen Bruder werden der königlichen Malakademie verwiesen. Yun-bok wird Schüler bei Meister Kim Hong-do.

Doch Yun-bok hütet ein Geheimnis. In Wahrheit Yun-ah, die verschollene Tochter des Malers Seo-jin, der vor 10 Jahren bei einer Verschwörung ums Leben kam. Er malte am Bildnis des Kronprinzen, welches nun auch vermißt wird.

Im Palast findet ein Wettbewerb statt, wo die besten Porträtisten des Landes zusammenkommen. Der Sieger darf das Bildnis des neuen Herrschers für die Ahnengalerie malen. Auch Kim nimmt Teil und gewinnt dank der Hilfe Yun-boks.

Die Verschwörer wollen das Bildnis nicht akzeptieren und verurteilen die Neuerungen, die vom traditionellen Stil abweichen auf das Schärfste. Aus Wut zerreißt Yun-bok das Bildnis und wird für Hochverrat zum Tode verurteilt. Der König wendet jedoch einen Trick an und rettet Yun-bok vor der Enthauptung in letzter Sekunde.

Das Vertrauen des Königs haben die beiden nun gewonnen. Er bittet sie das verschollene Bildnis seines Vaters zu finden. Und tatsächlich entdecken sie Spuren in anderen Porträts, die Seo-jin gemalt hatte. Es gelingt ihnen das Bildnis zu rekonstruieren.

Kim wird von einem Händler und Kunstsammler, der Mäzen von Yun-bok geworden ist zu einem Wettstreit um das beste Bild herausgefordert. Er soll gegen Yun-bok antreten.

 

PainterPoster2

 

Kommentar: Ein opulentes Historiengemälde um die berühmten Werke der Maler Dan Won (Kim Hong-do) und Hye Won (Shin Yun-bok). Hochinteressante Einblicke in Sichtweise und Maltechnik der Zeit. Brilliante Sets und Kostüme mit genialen Schauspielern. Moon Geun-young überzeugt auf ganzer Linie in der Hosenrolle, die ihr Spiel um die beiden Geschlechter nuancenreich variiert. Eine unterschwellige erotische Zerrissenheit wird in der verbotenen Liebe zur Kisaeng Jeong-hyang detaliert dargestellt. Die Verbindung von gesellschaftlicher Norm und die Übertretung der gesetzten Grenzen wird hier auf das Vortrefflichste gezeigt. Der Aufbruch in eine neue Ära, welcher die Thronbesteigung von König Jeongjo auswies, und das Festhalten des Althergebrachten durch die konservativen Kräfte in der Regierung werden überdeutlich. Zur Besetzung des Kim Hong-do mit Park Shin-yang kann man nur gratulieren. Seine genaues Spiel spiegelt den ehrlichen Charakter des Malers und seiner aufopferungsvollen Loyalität brilliant wieder. Bis in die kleinsten Nebenrollen wurden stets überzeugende Kräfte gefunden, die ein Zeitreise ins 18. Jahrhundert ermöglichten. Neue Gesichter, wie etwa die Kinderdarsteller oder der junge, aber bereits erfahrene Lee Joon in der Rolle des (Stief-)Bruders von Yun-bok bestätigen diesen Eindruck. Hinzu kommt eine wundervolle Begleitmusik, die im OST erschien und einen nicht mehr losläßt. Ohrwürmer bei denen man mitsingen mag wurden hier verwendet.

Moon Geun-youngs Rückkehr auf den Bildschirm nach einer mehrjährigen Abstinenz bedingt durch ihr Universitätsstudium wurde 2008 und 2009 mehrfach mit dem SBS Drama Award und dem Beaksang Arts Award für die beste Schauspielerin gewürdigt.