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Namhae PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Sascha Klie   
Friday, 31 July 2009
 

Namhae County ist eine Inselgruppe im südlichen Meer, der Provinz Süd-Gyeongsang zugehörig. Zu den beiden Hauptinseln Namhae und Changseon, den drei kleineren Inseln Jodo, Hodo und Nodo gesellen sich weitere 65 unbewohnten Inselchen mit einer Gesamtgröße von 357 km².

 

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Mit 786 m ist der Berg Mangun die höchste Erhebung. Insgesamt leben rund 55.000 Einwohner im Hauptort Namhae-Eup und den anderen Siedlungen. Die Inselgruppe wurde historisch durch die Seegefechte des Admirals Yi Sun-shin im Imjin-Krieg (1592-98) bekannt. In den küstennahen Gewässern von Cheomangdae lockte er die japanische Armada immer wieder in gefährliches Terrain, die natürlichen Gegebenheiten zu seinem Vorteil ausnutzend.

Nur durch zwei schmale Meerengen vom Festland getrennt, überspannen heute zwei (bzw. drei) große Hängebrücken die Kanäle und verbinden so mühelos Festland und Insel. Zum einen ist es die 1973 errichtete, 660 m lange Namhae Bridge, zum anderen die Changsun-Samcheonpo-Bridge, die 2003 fertiggestellt wurde und fünf hintereinander gesetzte Brücken in unterschiedlicher Bauart aufweist und eine Gesamtlänge von 3,4 km umfasst.

 

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Kulinarisch ist Namhae für seinen Knoblauch berühmt. Zitronen und getrocknete Sardellen sind ebenfalls eine lokale Spezialität.

Die Hauptinsel ist durch einen Isthmus in zwei Kompartimente getrennt. Auf der westlichen Seite liegt der Hauptort Namhae-Eup, wo sich ein namhaftes Maskenmuseum, das „Namhae Mask & Performing Arts Village“ befindet. Dort wird das Lebenswerk von Prof. Kim Heung-woo verwaltet, der als Sammler eine erstaunliche Fülle von Maskentanz (Talchum)-Beispielen aufbereitet und dokumentiert hat. In den Räumlichkeiten einer ehemaligen Schule wird so seine beispielhafte Sammlung zugänglich gemacht und von einem Team systematisch aufgearbeitet.

 

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Auf dem südöstlichen Teil befinden sich die Berge und der bekannte Sangu Beach mit seinem herrlichen weißen Badestrand.

 

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Weiter nördlich reibt man sich verwundert die Augen, fühlt man sich plötzlich in eine heimatliche Gegend versetzt. Im Deutschen Dorf (dogil maeul) steht man plötzlich auf der „Mainzer Straße“. Seit einiger Zeit haben sich dort rund 70 deutsch-koreanische Familien angesiedelt, die Deutschland den Rücken gekehrt haben und als Rentner nun ihren Lebensabend auf Namhae verleben, freilich nicht auf deutsche Errungenschaften wie Brot oder Wurst verzichten wollen, die Armin Theis dort auf Hausmacher Art selbst herstellt. Vom Jägerzaun mit Gartenzwerg bis zum Wohnzimmerschrank wurde alles nach Korea gebracht und vermittelt so nun dort ein exotischen Flair, den selbst Koreaner fasziniert und interessiert.

 

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Auf Namhae wurden bereits viele Spielfilme und Dramaserien gedreht:

 

Filme:

 

bb

Bloody Beach (2000)

 

ind

Indian Summer (2001)

 

deep

Deep Loves [Ardor] (2002)

 

gibong

Barefoot Gi-bong (2006)

 

summer

Once in a Summer (2006)

 

Drama-Serien:

 

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Let's Go To School, Sang-do (2003)

 

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Fantasy Couple (2006)

 

Über Namhae als Rückkehrerinsel und das Deutsche Dorf gibt es eine Dokumentation von Cho Sung-hyung namens „Endstation der Sehnsüchte“ (2009).

 

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Szene aus "Endstation der Sehnsüchte" (2009)

 

Der Schauspieler Daniel Dae Kim, der in der amerikanischen Serie "Lost" den Jin-soo Kwon spielt stammt von der Insel Namhae.

 

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Letztes Update ( Thursday, 22 October 2009 )